parajumper jacken Baunach verliert erneuten Basketballthriller

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Nach acht Minuten Spielzeit hätte wohl kein Baunacher Fan gedacht, dass ihre Mannschaft das Spielfeld wie schon gegen Essen erneut mit hängenden Köpfen und Tränen in den Augen verlassen wird. In einem wahren Basketballthriller musste sich Bike Cafe Messingschlager Baunach trotz eines 17 Punkte Polsters nach eben jenen acht Minuten den Niners Chemnitz mit 91:93 nach Verlängerung geschlagen geben.

17 Punkte Polster leichtfertig aus der Hand gegeben

Baunach begann vor 940 Zuschauern furios und kam dank dreier Steals von Steffen Hamann, die auf der anderen Seite des Feldes mit krachenden Dunks abgeschlossen wurden und die Fans von den Sitzen rissen, schnell zu einer 8:3 Führung. Das junge Team um Headcoach Ivan Pavic hatte Chemnitz unter Kontrolle und ließ in der Defense nichts anbrennen. ber 16:8 nach vier Minuten baute Baunach ihre Führung bis zum 30:13 nach eben jenen acht Minuten kontinuierlich aus. Vor allem Logan Stutz (19 Punkte in Halbzeit 1) sowie Steffen Hamann (6 Assists und 5 Steals in Halbzeit 1) drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Im Angesicht des großen Vorsprungs folgte dann eine mutige Entscheidung von Ivan Pavic, der für die Förderung deutscher Nachwuchsleute bekannt ist, und ließ fünf junge Deutsche (Taras, Dippold, Walde, Dizdarevic, Thiemann) auf das Spielfeld. Prompt fing man sich bis zum Viertelende noch 8 Punkte ein, sodass man nach dem ersten Viertel nur noch mit 30:21 vorne lag.

Doch auch die Baunacher Starting Five konnte Chemnitz zunächst nicht stoppen. Erst nach einem 0:13 Lauf punktete Baunach zum 32:26 (12. Minute) wieder. Chemnitz fand immer besser ins Spiel und war nach der Hälfte des zweiten Viertels bis auf einen Punkt am Gastgeber dran (36:35). Nach 17 Minuten gingen die Gäste, die von etwa 50 Fans begleitet wurden, erstmals in Führung. Chemnitz scorte vor allem aus der Distanz hervorragend (6/11 Dreier 55 % zur Halbzeit) und traf die unmöglichsten Würfe. Letztendlich ging Chemnitz nach einem 17 Punkte Rückstand mit einer 5 Punkte Führung in die Pause (46:51).

Baunach kämpft sich zurück ins Spiel

Die unter der Woche mit den zwei Amerikanern Stacy Wilson und Alexander Osborne verstärkten Chemnitzern erwischten auch im dritten Spielabschnitt den besseren Start, obwohl ihr Spiel zum größten Teil aus wilden Dreiern bestand. Selbst einfachste Korbleger auf Seiten Baunachs fanden nicht mehr ihr Ziel (50:57, 25. Minute). Doch wer jetzt dachte, dass das Spiel für Chemnitz laufen würde, hatte sich getäuscht. Nach und nach erkämpfte sich Baunach regelrecht jeden einzelnen Punkt hart und konnte nach 27 Minuten beim Stande von 60:60 wieder ausgleichen. Als Alex Engel mit der Schlusssirene des dritten Viertels zum Korb zog und zum 66:65 vollstreckte, stand die Blaue“ Kopf.

In einem insgesamt eher niveauarmen Spiel, bei dem Baunach noch die bessere Spielanlage hatte, entwickelte sich im letzten Viertel ein spannender, offener Schlagabtausch. Nach einem Hamann Dreier zum 73:68 verpasste es Baunach den Vorsprung zu vergrößern. Chemnitz fiel offensiv weiter nicht viel ein und drückte oft von jenseits des Perimeters ab. Minute), die Lee auf Baunacher Seite mit einem erfolgreichen Distanzwurf konterte. Doch die Gäste um den neuen Headcoach Kai Buchmann antworten erneut mit einem Dreier, den aber Lee auf der Gegenseite ebenso wieder zum 79:77 einschenkte. Und was passierte nun? Natürlich, es folgte ein Dreier des Chemnitzer Teams (79:80, 37. Minute). Damit kamen die letzten sieben (!
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) erfolgreichen Punkteabschlüsse aus dem Dreipunktebereich. Erst Alex Engel beendete mit einem mutigen Zug zum Korb diese unfassbare Serie mit einem Korbleger. Wie eindimensional das Chemnitzer Spiel war, zeigte aber, dass Chemnitz erneut mit einem Dreier in Führung ging (81:83), sodass die letzten 15 Chemnitzer Punkte nur aus der Distanz erzielt wurden. Die Gäste zogen es selten ernsthaft in Erwägung zum Korb zu ziehen, sondern man vertraute auf Virgil Matthews (20 Punkte, 6/8 Dreier) und Andre Calvins (30 Punkte, 5/11 3er) Scorerstärken, die beide einen hervorragenden Tag hatten und ihr Team offensiv trugen. Stutz nach einem Offensivrebound und Johannes Thiemann mit zwei getroffenen Freiwürfen brachten Baunach zwei Minuten vor dem Ende wieder mit 85:83 in Front, doch 90 Sekunden vor dem Ende konnte Chemnitz zum 85:85 ausgleichen. In der letzten Minute vergaben beide Teams Chancen das Spiel für sich zu entscheiden und als Chemnitz Sekunden vor dem Ende zwei Dreier daneben schoss, ging es in der nervenaufreibenden Begegnung in die Verlängerung.

In der Verlängerung lief nach Lees fünften Foul bei Baunach offensiv nicht mehr viel (87:88). 40 Sekunden vor dem Ende der Overtime war aber beim Stande von 89:92 und Ballbesitz Baunach noch nichts verloren. Baunach konnte noch einmal auf 91:92 verkürzen und foulte bei 15 Sekunden Restspielzeit. Jetzt zeigte Chemnitz auch Nerven von der Freiwurflinie und konnte nur einen Freiwurf verwandeln. Baunach hatte den letzten Angriff des Spiels, konnte diesen aber nicht nutzen und musste nach dem Buzzer Beater gegen Essen eine weitere bittere und unnötige Niederlage in einem Krimi gegen Chemnitz einstecken.

Für das Heimteam überzeugten vor allem Steffen Hamann mit einer hervorragenden Allroundstatistik (13 Punkte, 5 Rebounds, 8 Assists, 7 Steals in 28 Minuten) sowie Logan Stutz mit 24 Punkten und 10 Rebounds. Von den Nachwuchsleuten haben sich Alex Engel (11 Punkte), Johannes Thiemann (7 Punkte) sowie Leon Kratzer (6 Punkte, 8 Rebounds) gezeigt.

Im Anschluss der Partie zollte Kai Buchmann, Head Coach der Chemnitzer, Baunach großen Respekt:

Zuerst möchte ich Baunach gratulieren, die ein ganz tolles Spiel abgeliefert haben. Wir haben mit den Verpflichtungen der beiden Amerikaner viel Rückenwind gehabt. Glückwunsch an Baunach für die tolle Leistung, sie hätten es heute auch verdient gehabt zu gewinnen. Für mich, unserer Mannschaft und unseren Verein freue ich mich sehr über den Sieg.“

Ivan Pavic zeigte sich ebenso als fairer Verlierer:

Glückwunsch an Chemnitz, sie haben eine tolle kämpferische Partie abgeliefert. Wir hatten beim 30:13 und 73:68 zweimal die Möglichkeit den Sack zu zu machen. Letztlich kommt vieles zusammen. Wir werden weiter arbeiten und hatten diese Woche eine gute Trainingswoche, weil wir 10 Spieler im Training hatten. Das hat man heute auch teilweise gesehen und wir werden hoffentlich bald den nächsten Sieg einfahren.“Die Niederlage gegen Chemnitz bedeutet für Baunach die 6. Pleite in Folge. Nach dem tollen Saisonstart ist man nun wie vor der Saison erwartet mitten im Abstiegskampf angekommen und hat je nach Verlauf der anderen Spiele nur noch einen oder zwei Siege Vorsprung auf einem Abstiegsplatz. Jetzt heißt es Ruhe bewahren, vor allem gegen Essen und Chemnitz hat man teilweise sehr gut gespielt und hätte sich am Ende nur belohnen müssen. Die Mannschaft ist intakt, und auch die Zuschauer unterstützen das Team bis zum Ende lautstark. Am kommenden Wochenende reist man zum Absteiger aus der Beko BBL nach Vechta. Vielleicht ist der Basketballgott dann mal wieder auf Baunacher Seite.
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