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Traurig, aber wahr: Nicht jeder Entwickler von Videospielen kann ein Rockstar sein. Das tut uns auf der einen Seite leid für die Hersteller von auf der Bühne geschrotteten Gitarren und für die Innenausstatter verwüsteter Hotelzimmer, die andernfalls einen erheblichen Gewinnzuwachs verbuchen würden. Auf der anderen Seite wäre es natürlich klasse, wenn alle Open World Spiele uns in derart lebendige und detailverliebt gestaltete virtuelle Welten abtauchen lassen würden, wie es Rockstar Games mit der Grand Theft Auto Serie ein ums andere Mal schafft.

Gut, genau genommen sind es Uruks, denn so heißen die Elitetruppen des bösen Herrschers Sauron in J. R. R. Tolkiens Fantasy Welt Mittelerde nun mal. Entwickler Monolith wählt einen kuriosen Weg, mit der starken Lizenz umzugehen, und schwankt dabei zwischen Liebe zum Original und krasser Missachtung des Ausgangsmaterials. So gibt es im Spiel zahllose optionale Textinfos und per Sprachausgabe erzählte Nebengeschichten, die Fans einen tieferen Einblick in die faszinierende Welt von Der Herr der Ringe und Der Hobbit gewähren.

Mit einem cleveren Kniff baut Monolith zudem eine Figur aus dem Silmarillion in die Handlung ein. Der Plot spielt einige Jahre vor Beginn des bekannten Ringkriegs mit Frodo, Aragorn Co. Die anfangs vielversprechende Geschichte nimmt jedoch unterwegs gleich mehrere unlogische Wendungen und pfeift am Ende gänzlich auf die in den Büchern etablierten Fakten. Besonders angesichts der Darstellung von Bösewicht Sauron dürfte so mancher hartgesottene Tolkien Fan zusammenzucken.

Auch wer nicht ganz so zimperlich ist, hat nur bedingt Spaß an der Geschichte. Das liegt vor allem am blassen Helden. Talion, ein Soldat Gondors, begibt sich infolge eines persönlichen Verlusts auf einen Rachefeldzug gegen eine Reihe von Saurons Handlangern. Talions Motive sind nachvollziehbar, doch Monolith verpasst es, der Figur Leben einzuhauchen. Seine angebliche Trauer wirkt seltsam abstrakt. Ohne große Gefühlsregung schnetzelt sich der Held durch das von Saurons Armeen überrannte Mordor und am Ende hat der Spieler beinahe vergessen, warum er sich einst überhaupt auf den Weg gemacht hat.

Talion trifft auf seiner Reise eine Handvoll Nebencharaktere. Die gibt es fast ausschließlich in Zwischensequenzen zu sehen; abgesehen von ein paar gesichtslosen Sklaven ist das virtuelle Mordor nämlich komplett von feindseligen Orks bevölkert. Das Figuren Ensemble versprüht einen Hauch mehr Esprit als Protagonist Talion. Die Auftritte eines kessen Orks namens Ratbag und des Mittelerde Maskottchens Gollum sorgen für einige Lacher, sind aber zu selten. Mit ständiger Präsenz glänzt derweil Talions mysteriöser Begleiter: Der Geist eines Elben verleiht dem Waldläufer übernatürliche Fähigkeiten und holt ihn aus dem Reich der Toten zurück, sollte er im Kampf gegen die Uruks die Biege machen. Das passiert öfter als gedacht.

Mittelerde Mordors Schatten im Video Review

Batman: Mordor CityWährend die Autoren des Spiels vor Beginn des nächsten Projekts ruhig noch mal Nachhilfestunden nehmen dürfen, haben die Designer des Kampfsystems von Mittelerde: Mordors Schatten alles richtig gemacht. Das war aber auch nicht schwer, immerhin bedient sich das Spiel stark an den Arkham Spielen von Batman Entwickler Rocksteady. Es gibt schlechtere Vorbilder. Und so machen auch die Auseinandersetzungen mit den Uruks in Mordors Schatten einen Heidenspaß. Talion beherrscht Ausweichrollen, kann über Feinde springen, sie kurzzeitig lähmen oder ins Feuer schubsen. Er wirft mit Dolchen um sich oder nutzt seinen Bogen inklusive Zeitlupenmodus, um weiter entferne Widersacher auszuschalten.

Dabei steigt mit jedem Treffer der Combo Zähler und schaltet besonder starke Spezialangriffe frei. Jedenfalls solange, bis Talion getroffen wird. Um das zu verhindern, gilt es im richtigen Moment zu blocken. Wie bei Batman: Arkham City ist in diesem Zusammenhang die Konter Taste euer bester Freund. Wann sie zu drücken ist, wird euch durch Soundeffekte oder abschaltbare Icons angezeigt. Dank seines Geistbegleiters kann Talion auch zwei Angriffe gleichzeitig parieren, dann teilt sich seine Gestalt in eine körperliche und eine durchsichtige Form auf. Zusammen mit den flüssigen Animationen und den schicken Finishing Moves inklusive fliegender Köpfe und reichlich vergossenem schwarzen Ork Blut ergibt das ein schickes Gesamtbild mit kernigem Treffer Feedback. Schöne Idee: Der Wechsel zwischen Talions drei Waffen funktioniert übergangslos, er kann vom Schleich Takedown direkt zum Bogen wechsel, ein paar Kopfschüsse verteilen und anschließend mit dem Schwert eine dank der vorherigen Treffer aufgeladene Exekution ausführen.

„Aber ist dieses Knöpfchengedrücke nicht viel zu anspruchslos?“, mag sich der ein oder andere jetzt fragen. „Nein, ist es nicht!“, antworten wir. Zumindest nicht zu Beginn, denn Talion hält anfangs nur wenige Treffer aus und seine Gesundheit regeneriert sich nicht automatisch. Lebensenergie gibt es stattdessen nur, wenn ihr eines der großzügig verteilten Kräuter verzehrt. Dabei ist es nicht möglich, sich einen Vorrat anzulegen und während der Gefechte ein paar Blätter zu kauen. Stattdessen ist oftmals Flucht die einzige Option, zumal euch das Spiel stellenweise mit wahren Gegnermassen und unendlichem Ork Nachschub konfrontiert. Zudem gibt es verschiedene Gegnertypen; Speerträger etwa blocken alle Schläge von vorne. Schade: Außer Orks und Ghulen haut ihr nur noch der Tierwelt in Form zweier gefährlicher Fleischfresser auf die Schnauze. Andere Mittelerde Kreaturen wie die Ollifanten oder Riesenspinnen müssen leider draußen bleiben.

Mittelerde Mordors Schatten: Grafikvergleich 1080p vs Ultra HD

Erst nach und nach, wenn ihr den Umgang mit euren drei Waffen (Schwert, Bogen und Dolch) meistert, wendet sich in den angenehm anspruchsvollen Gefechten das Blatt zu euren Gunsten. Dazu trägt auch das sehr motivierende Upgrade System bei: Für das stilvolle Ausschalten der Feinde (etwa mit lautlosen Stealth Kills) und das Abschließen einer Fülle kompakter Nebenmissionen hagelt es Erfahrungspunkte. Damit baut ihr stufenweise Talions Gesundheitsvorrat aus, bringt ihm coole neue Angriffstechniken bei (etwa das Teleportieren zum Feind mit anschließender Exekution) und schaltet weitere Runen Slots für seine Waffen frei.

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Runen liefern spezielle, teils zufallsgenerierte Boni und stellen den einzigen „Loot“ im Spiel dar: Von Anfang bis Ende seid ihr mit denselben Waffen unterwegs, neue Ausrüstung gibt es nicht. Trotzdem verdient Mittelerde: Mordors Schatten Lob: Durch die ständigen Verbesserungen entsteht ein herrliches „Jetzt gibt was aufs die Fresse!“ Gefühl beim Spieler, wenn er endlich stark genug ist, um sich mit besonders zähen, jeweils einzigartigen Uruks anzulegen: den sogenannten Hauptmännern und Häuptlingen. Das sind die Stars des wohl wichtigsten und einzig wirklich eigenständigen Features von Mordors Schatten: dem Nemesis System.
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