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Gewinner der Stichprobe ist der Spiegel“, Verlierer sind Sputnik DE“, Huffington Post DE“ und RT Deutsch“. Tiefer gehende Infos zu den Postingstrategien“ der untersuchten Medien sind in einem separaten Artikel aufbereitet. Außerdem hat man ein FAQ zum Untersuchungs Setup der Recherche zusammengestellt. Und zum Schluss noch der Hinweis auf Stefan Niggemeiers Kommentar News Warum wir die Wahrheit nicht relativieren dürfen

2. Der rechtsextreme Flügel hat sich durchgesetztDie Nordwest Zeitung“ (NWZ Online) hat sich mit dem Politikwissenschaftler Hans Joachim Funke über die Chancen der AfD bei der anstehenden Bundestagswahl unterhalten. Funke spricht von einer drohenden Zäsur in der Geschichte des Bundestages und appelliert die Medien, ihrer Aufklärungsfunktion gerecht zu werden: Viele Talkshows, die wie etwa Maybrit Illner im ZDF oder Plasberg in der ARD, AfD Politiker geradezu hofieren, werden ihrem öffentlichen Auftrag nicht mehr gerecht.“

3. Ganz schön sportlich für eine FrauWissenschaftlerinnen aus Kalifornien haben analysiert, wie sich die Darstellung von Sportlerinnen in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Das Resümee: Wenn Frauen Sport im Fernsehen übertragen wird, gibt es immer noch unangemessenen Kommentaren über ußerlichkeiten und Nebensächliches. Der Sexismus komme jedoch verkleidet daher: Es geht um die vermeintlichen Schwächen der weiblichen Leistungsfähigkeit. Damit wird den Zuschauern subtil vermittelt, dass Frauensport weniger aufregend und interessant ist.“

4. Der Suchmaschinenriese würde sich nach Spiegel“ Informationen seit mehr als einer Woche weigern, bestimmte Anzeigen für eine Anti Merkel Seite der AfD zu schalten. AfD Kampagnenchef Kunkel spricht von Sabotage und will den fünfstelligen Etat für die Bewerbung der Anti Merkel Inhalte nun bei Facebook investieren.

Beim Jahreskongress der deutschen Zeitungsverleger ging es laut taz“ Korrespondent Benno Stieber recht einseitig zu: Die Verleger hätten sich ausführlich ihren erklärten Gegnern gewidmet und tüchtig auf die großen Internetmultis wie Facebook und Google sowie die öffentlich rechtlichen Sender geschimpft. Die eigenen Fehler seien dabei nicht zur Sprache gekommen.

6. Mein Fake Jasmin Nicoletta GoldmannOnline einen Menschen kennenlernen, den man schätzt und in den man sich irgendwann vielleicht sogar verliebt, um nach Monaten der Kommunikation festzustellen, dass es diesen Menschen gar nicht gibt Genau das ist Bloggerin Fritschi“ passiert, als sie Opfer des Realfakes Jasmin Goldmann“ wurde. Nachdem sich das Lügengebäude nicht mehr halten ließ, fingierte die falsche Jasmin“ ihren angeblichen Tod. Denise Fritsch hat die verstörende Geschichte dokumentiert.

Die Springer“ Medien, allen voran Bild“, erzählen gern die Geschichte von der Islamisierung Deutschlands, die man im Kleinen beobachten könne. Auf dem Adventsmarkt zum Beispiel, der inzwischen gar nicht mehr Adventsmarkt heiße, sondern Wintermarkt. Oder bei der Forderung von Politikern, dass Christen zu Weihnachten auch mal ein muslimischen Lied in der Kirche singen sollten.

Nach ein wenig Recherche stellt sich dann meistens raus: Der Wintermarkt hieß schon immer Wintermarkt, weil er jedes Jahr zwar im Winter, aber nicht im Advent stattfindet. Und die Idee mit den muslimischen Liedern stammt gar nicht von Politikern, sondern von Bild“ Reportern, die sie den Politikern in den Mund gelegt haben.

Döpfner ist nicht nur Vorstandsvorsitzender bei Axel Springer“, sondern seit 2016 auch Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger“ (BDZV“). In dieser Rolle hat er gestern beim BDZV“ Treffen in Stuttgart eine Rede gehalten. Er könne Licht an Dinge bringen, die im Dunklen bleiben sollten.“

Aufklärerischer Journalismus klingt gut. Nur leider ist das, was Döpfner in Stuttgart präsentiert hat, das exakte Gegenteil. Zu Beginn seines Vortrags machte der Springer“ Vorsitzende einen großen Bedrohungsrundumschlag: Terror, Morde, Bombenexplosionen, das meiste davon durch Muslime verursacht. Döpfner sagte, Samuel Huntingtons Clash of Civilizations“ sei Realität, Michel Houellebecqs Unterwerfung“ könnte es bald sein. Thilo Sarrazins Deutschland schafft sich ab“ erwähnte der BDZV“ Präsident nicht, es war aber allgegenwärtig, auch bei Döpfners Erzählung von der Neusser Bockwurst:

Erst vor ein paar Wochen berichtete der Nordkurier“ aus Neuss, die traditionelle Bockwurst im Freibad sei abgeschafft worden. Grund: Schweinefleisch. Halal sind längst nicht mehr nur türkische oder arabische Restaurants. Mir würde keine einzige Ergänzung einer Speisekarte Sorgen machen. Mögen die Leute Insekten, Vegetarisches, Veganes, Schnecken, Innereien, halal oder koscher essen. Sorgen macht mir das Gegenteil: das Ende der Vielfalt. Am schlimmsten ist die Streichung aus Angst. Der Beginn der Unterwerfung.

Nicht nur beim Essen laufen wir Gefahr, Rechtsstaat und Kultur den Vorstellungen einer kleinen, radikalen Minderheit zu opfern.

Erstmal: Vermutlich war es nicht ein Bericht des Nordkuriers“, auf den sich Mathias Döpfner bezieht. Der Nordkurier“ erscheint schließlich in Mecklenburg Vorpommern und berichtet nur selten über Bockwürste im nordrhein westfälischen Neuss. Eher könnte Döpfner den Stadt Kurier“ gemeint haben, ein Anzeigenblatt aus Neuss. Außerdem ist es nicht ein paar Wochen“ her, dass der Stadt Kurier“ über die traditionelle Bockwurst im Freibad“ berichtet hat, sondern 44 Wochen. Am 9. November 2016 titelte die Redaktion:

Und das ist der wichtigste Punkt bei dieser Angelegenheit grober Unfug. Mathias Döpfner hat mit seiner Rede gestern in Stuttgart dazu beigetragen, dass dieser Unfug am Leben bleibt.

Tatsächlich gibt es auf der Neusser Freibad Wiese keine Bockwurst aus Schweinefleisch mehr. Der Grund dafür ist aber nicht, dass randalierende Muslime vor der Bude standen und die Abschaffung der Schweinewurst forderten. Im Gegenteil: Niemand hat sich mehr für die Bockwürste interessiert, keine schweinefleischablehnenden Muslime und auch keine schweinefleischessenden Kunden. Deswegen schwammen die Bockwürste Ewigkeiten im Warmhaltewasser vor sich hin, bis die Besitzerin der Bude sie wegschmeißen musste. Und weil das nicht nur einmal vorkam, sondern immer wieder, hat sie die Bockwurst aus ihrem Angebot genommen eine nachvollziehbare berlegung und höchstens eine betriebswirtschaftliche Unterwerfung.

Mathias Döpfner hätte das wissen können. Am 10. November 2016, also bereits einen Tag nach dem Beitrag im Stadt Kurier“, veröffentlichte Der Westen“ einen Artikel zur Neusser Freibad Bockwurst:

Das Ende der Kult Bockwurst im Neusser Nordbad ist gekommen. Wirtin Monika Rötzsch reagiert damit auf die geringe Nachfrage.

Früher kamen täglich bis zu 3000 Leute ins Freibad heute sind es bei einem guten Sommertag maximal 300″, klagt die Wirtin. Heute praktiziere jeder vierte Besucher den muslimischen Glauben. ( ihr die Wurst kaum jemand abkauft, vergammelten die Nahrungsmittel ständig. Schließlich muss eine Bockwurst im Wasser warmgehalten werden. ( das Restaurant direkt neben dem Schwimmbad betreibt Monika Rötzsch. Bei Moni“ ist die Bockwurst übrigens weiter im Programm. Denn hier haben die Gäste weiterhin Lust auf Schweinefleisch.
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