parajumper männer Anwohner und die industriellen Hähnchenmastanlagen

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Ich bin KEIN Masthähnchen/ (c) Carola Heider Leporale

Ilsede, 12. Februar 2010. Carola Heider Leporale. Die Informations und Diskussionsveranstaltung zu dem Thema der geplanten „Hähnchenmastanlagen“ in den Gemeinden Ilsede/Lahstedt/Hohenhameln, mit den betroffenen Ortschaften Solschen/Lafferde/Mehrum, fand am Abend des 11. Februar 2010 in Ilsede Groß Bülten statt. Vor Beginn der offiziellen Veranstaltung gab es eine friedliche Protestaktion der Gegner von Massentierzucht und haltung und betroffenen Bürgern aus den umliegenden Ortschaften. Als Redner waren verschiedene Vertreter aus der Politik und den Fachbereichen der Landwirtschaft, sowie Leiter der Bürgerinitiativen geladen. Darunter zum einen die Verfechter und Befürworter solcher Massenzuchtanlagen: Henning Pieper (Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Berater f. ) und Dr. Christian Sürie (Lehr u. Direktvermarkter, Jerstedt), Frank Limpinsel (Bio Landwirt u. Sürie und anschließend Henning Pieper die Veranstaltung. In schillernden Farben zeigten beide in ihren unterschiedlichen Vorträgen die Vorteile dieser Hähnchenmassenzuchtanlagen auf. Der Erste versuchte dem anwesenden Publikum mit auf die Leinwand projezierten Folien von Studien die Massenzucht als tier und artgerechte Aufzucht der hier verniedlicht dargestellten Masthähnchen ans Herz zu legen. Von einigen Zuschauern wurde sofort bemängelt, dass diese Studien offensichtlich von industriellen Futtermittel bzw. Pharma Konzernen durchgeführt wurden. Dr. Sürie betonte auch, dass es zum Wohl der Tiere die Tierseuchenkasse gibt. Aber nur Eingeweihte wissen, dass die Tierseuchenkasse nicht für das Wohl der Tiere da ist, sondern nur für gewisse Impfungen und Entschädigung nach angeordnetem Keulen der Tiere im Seuchenfall. Auch die Umwelt und Gesundheitsbelastung der in der Umgebung wohnenden Menschen durch den Kot dieser Tiere, der später als Dünger auf die umliegenden Felder ausgebracht würde, sah Dr. Sürie als unbedenklich an. Ebenso unbedenklich ordnet er die befürchtete Feinstaubbelastung der durch die ungefilterten Ventilatoren austretenden Stäube, vermischt mit Federanteilen, Viren und Bakterien aus den Mastanlagen ein. Jeder Betrieb würde vorbildlich geführt, daher gebe es kaum kranke und tote Tiere, die durch Medikamente und Kadaver den Kot verunreinigen. Berichterstattungen und Bilder in den öffentlich rechtlichen Rundfunksendern beweisen jedoch das Gegenteil. Neueste Berichte über die tierquälerischen Machenschaften in einem Wiesenhof Betrieb zeigen eindeutig die Kehrseite der Medaille auf. Von den grausigen Arbeiten auf den Schlachthöfen, bei denen die zu schlachtenden Hähnchen zum Teil noch lebend durch kochendes Wasser gezogen werden mal ganz abgesehen. Ergreifend war dann die Aussage, dass die Mitarbeiterin von Dr. Sürie, die auf dem Forschungsgut in Ruthe für die Betreuung dieser Tiere in den gut 30 Tagen bis zur Schlachtung zuständig sei, natürlich jedes Mal wehmütig den abtransportierten Masthähnchen hinterher weinen würde.

Henning Pieper, der Redner im Anschluss an Dr. Sürie, ist Mitarbeiter bei der Landwirtschaftskammer Hannover. Bis vor geraumer Zeit noch für den ökologischen Landbau zuständig, ist er jetzt Verfechter von solchen Agrarfabriken und Berater der an der industriellen Hähnchenmast interessierten Landwirte. Mit eindrucksvollen Folien, deren Präsentation und Zahlen im Tempo der Vorführung für den Bürger gar nicht nachvollziehbar waren, vermittelte er den Eindruck, dass es aufgrund der Globalisierung nur noch einen Rettungsweg für die in Deutschland am Boden liegende Landwirtschaft gibt und das sei eben nun mal die industrielle Hähnchenmast. Er zeigte eine Rentabilitätsrechnung auf die sofort klar machte, dass sich der Landwirt damit in eine absolute Abhängigkeit der Futtermittelfirma, des Kükenzulieferers und des Schlachthofbetreibers begibt. Die geldgebende Bank natürlich nicht zu vergessen, denn bei einem 39.000er Maststall sind als Investition mal eben 500.000 Euro im Gespräch. bis zu 20 % bleiben hier immer noch genügend Schulden übrig, so dass nichts dazwischen kommen darf und der Betreiber auf seinen schlachtreifen 39.000 Hähnchen sitzen bleibt, ob durch eine Seuche oder einen Boykott der Verbraucher. Und wie aus den Aussagen seinen Vorredners schon eindeutig zu entnehmen war: mehr wie eine Arbeitsstelle für den Landwirt selber ist bei einem Stall dieser Größenordnung nicht drin.

Der nachfolgende Redner Christian Meyer (Bündnis 90/die Grünen) sprach sich eindeutig dafür aus, dass es sich bei diesen Anlagen um Tierquälerei handele und in der Umgebung bereits existierender Massenzuchtanlagen die Atemwegserkrankungen drastisch zugenommen haben. In Zukunft gehe generell kein Weg an einer besonderen Kennzeichnung des Fleisches aus solchen industriellen Massenzuchten vorbei, damit der Verbraucher selbst entscheiden kann, ob er Fleisch aus Qualzuchten oder konventioneller Aufzucht kauft.

Auch Marianne König (Linke) wies in ihrer kurzen Rede darauf hin, dass es nicht hinnehmbar sei, dass in diesen Massenzuchten in Deutschland Tierfutter,
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hergestellt in der Dritten Welt, gefüttert wird, um anschließend die berreste des Schlachthähnchen wieder ins Ausland zu exportieren. Jeder Verbraucher sei hier selber gefordert bewusster einzukaufen, was jedoch in Zeiten von Hartz IV verständlicherweise nicht einfach sei. Das Recht auf gesunde Umwelt stünde jedoch jedem zu. Zudem seien natürlich die Billiglohnkräfte in den Schlachthöfen ebenfalls ein grosses Problem. Aber das stand hier nicht zu Debatte.

Die Landwirte Wilfried Stecher (konventionelle Landwirtschaft/vorher Hähnchenmast) und Frank Limpinsel (Bio Betrieb) schilderten jeweils ihre eigenen Erfahrungen aus der Umstellung von der Mast auf konventionelle Landwirtschaft bzw. aus dem biologischen Anbau, jeweils mit Hof eigener Verarbeitung der Produkte und Vermarktung in angeschlossenen Hofläden und wie im Falle des Herrn Stecher sogar mit angeschlossenem Hof Restaurant. Sie zeigen klar auf, dass der Weg nicht einfach, aber dennoch machbar ist. Natürlich sei hier der Kontakt zum Kunden und ein gewisses Marketing unablässig, wie in jedem Betrieb anderer Branchen auch.

Der Sprecher der „Bürgerinitiativen gegen Mastanlagen“ Peter Butz, wies eindeutig auf die angezüchtete Fress Sucht mit deren qualvollen Auswirkungen für diese Tiere hin. Krankheiten und Keime gefährden Mensch und Umwelt. Der Tierschutz müsse auf jeden Fall verbessert und die Anwohner vor Lärm und Umweltbelastung geschützt werden. Auch Einbußen bei den Immobilienpreisen in der Umgebung solcher Anlagen seien zu befürchten.

Als letzter Sprecher des Abends kam Eckehard Niemann von der „Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft“ an das Mikrophon. Dieser Mann, selbst ausgebildeter Agrar Ingenieur, zeigte mit Herzblut seine Leidenschaft für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und warnte die im Saal anwesenden Landwirte vor zu viel Euphorie vor der „Milchmädchenrechnung“ des Herrn Pieper. Er zeigte mit klaren Worten die Qual der Küken bei der ca. 33 Tage dauernden Zucht auf. Da viele in den letzten Tagen nicht mehr in der Lage seien aus eigener Kraft weder Wasser noch Futter zu erreichen. Krankheiten der Füsse wie Fußballen Dermatitis durch stehen auf dem Kot bzw. toten Tieren und Deformationen der Füsse bzw. Beine seien hier die Regel. Qualvoll erleben diese Tiere die Zeit, sofern noch lebend, bis zum Abtransport auf dem Schlachthof. Solche Massenzuchtanlagen haben mit bäuerlicher Landwirtschaft nichts mehr zu tun und gehören bereits in den Zweig der industriellen Agrarfabriken. Eckehard Niemann vertritt in seinem Verband die Zunft der Bauern, die an nachhaltiger Landwirtschaft interessiert sind und das werden lt. seiner Aussage immer mehr, auch wenn es bei den hier anwesenden Landwirten nicht den Eindruck erwecken mag.

Im Anschluss daran wurde die Diskussion freigegeben und es meldeten sich besorgte und interessierte Bürger zu Wort und die Fachleute standen Rede und Antwort. Es ging dabei um Fragen zur Sorge um die Gesundheitsgefahren für die Anwohner und die Umweltbelastung in den betroffenen Ortschaften, weitere Details zum Ablauf bei der Hähnchenmast, den „Staubsauger für Masthähnchen“ und die Qual der Tiere bis zum Eintreffen im Schlachthof, sowie die Aufforderung mehr Aufklärung um gesunde und achtsame Ernährung in den Schulen zu betreiben. Die Bürger beklagten grundsätzlich die mangelnde Transparenz solcher Vorhaben und dass man sie von einem Tag auf den anderen vor vollendete Tatsachen stellt. Auch 2 Redner aus dem Lager der hier anwesenden Landwirte meldeten sich zu Wort und stellten ihre Meinung als Befürworter sachlich dar.

Entgegen aller Erwartungen verlief diese Veranstaltung friedlich, ohne Tumulte und auf sachlichem Niveau, was auch dem Veranstalter durch seine Umsicht zu Gute zu halten ist. Der Umfang an Informationen für den jetzt und hier betroffenen Bürger war durch die lange Geheimhaltung der Projekte einfach zu groß und vielfach auf die Schnelle nicht nachvollziehbar. Mit Entsetzen ist jedoch festzustellen wie erschreckend gering die Bürgerbeteiligung aus den betroffenen Ortschaften an dieser Info Veranstaltung, geschweige denn bei der vorherigen friedlichen Demonstration gewesen ist. Insgesamt sind von diesen geplanten Anlagen Ortschaften mit mehreren tausend Einwohnern betroffen, darunter viele junge Familien mit kleinen Kindern. Auch wenn viele der Meinung sind, dass ein so ein kleiner 39.000er Maststall in der Nähe des Dorfes akzeptabel ist, wissen sie nichts über die Realität. Da sich der Landwirt durch die Hähnchenmast eine sichere finanzielle Zukunft für sich und seine Familie aufbauen will, muss von Anfang an klar sein, dass dieses nur mit einem 39.000 Maststall auf keinen Fall zu erreichen ist. In der Regel liegen bei diesen Projekten die Entwürfe für Stall Nr. 2 und 3 der Mastanlage bereits in den Schubladen der Landwirte. Diese Größenordnungen der Ställe bis 39.999 Tiere sind bewusst gewählt, da diese Vorhaben ohne Bürgerbeteiligungen durchgezogen werden können. Ab 40.000 Mastplätzen gelten andere Genehmigungsverfahren und Vorschriften. Man sollte dabei nicht vergessen, dass es sich bei 3 Ställen auch schon um fast 120.000 Tiere pro Mastdurchgang handelt, mit der zu erwartenden Gesundheits und Umweltbelastung von kumulierten ca. 8 Durchgängen im Jahr handelt.

Argumente der Befürworter wie „Wir müssen dafür sorgen das in Deutschland niemand verhungert!“ stellt die Frage, wo das wohl sein kann. In der Konsum und Wegwerfgesellschaft, bei den Anhängern der Fastfood Gastronomie, den Supermarkt Ketten die noch immer kurzfristig haltbare, aber immer noch geniessbare Lebensmittel dem Müllcontainer und nicht den örtlichen Tafeln zuführen? Ja wo bitteschön landen diese auf berschuss industriell produzierten Lebensmittel, die diesen Namen eigentlich nicht mehr verdienen. Sie werden global auf die Reise geschickt, bringen in Dritteweltländern die dortigen Fleischmärkte zum erliegen oder kommen weiter verarbeitet als Hühnerfrikasse bei uns wieder auf den Tisch. in der Bäuerlichen Landwirtschaft in ganz Deutschland. Und auch in anderen Ländern dieser Welt wachsen junge Menschen heran, die sich für den Umwelt , Natur und Tierschutz einsetzen. Es gibt bereits in den südlichen Ländern Europas immer mehr Landwirte die anders denken und zum Beispiel auf biologische und nachhaltige Landwirtschaft umgestiegen sind. Stellt sich hierbei die Frage, warum nur die Massenzucht mit ihrer gravierenden Umwelt und Gesundheitsgefährdung sowie der damit verbundenen Seuchengefahr ganz oben auf der Förderliste der EU steht.
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